E.Go – Chancen der Elektromobilität

MB Software und Systeme war zum wiederholten Male Sponsor des WW Lab Gründertalks – am Dienstag, den 9. Oktober war es wieder so weit. Dr.-Ing. Martin Sommer, Vice Präsident Sale Germany bei der e.Go Mobile AG,  sprach über die Chancen und Herausforderungen für die Elektromobilität. Ein Thema, was auch uns im Hinblick auf die digitale Zukunft brennend interessiert.

Die Situation in Deutschland

Über 50 Städte in Deutschland sind betroffen von zu hohen Emissionswerten. 2,8 Millionen Fahrzeuge dürften eigentlich nicht mehr fahren. Hinzu kommt die hohe Verkehrsdichte. Neue Mobilitätskonzepte müssen her, die auch bezahlbar sind. Die Vision eines bezahlbaren E-Autos für jedermann hatte Professor Dr. Schuh der RWTH Aachen bereits im Jahr 2011 gehabt. Er war bereits Mitbegründer des Streetscooters, bekannt als E-Kleintransporter der Deutschen Post. Die Vision von Prof. Dr. Schuh nahm schon bald Form an.

Dr. Martin Sommer über Herausforderungen

Dr.-Ing. Martin Sommer von e.Go Mobile sprach beim 10. WW Lab Gründertalk über die E-Mobilität von Morgen und welche Herausforderungen noch bevorstehen.

Im Sinne von Industrie 4.0

Im Juli dieses Jahres wurde dann die Fabrik zur Produktion des e.Go Life eröffnet. 155 Mitarbeiter produzieren dort im ein Schichtbetrieb 10.000 Fahrzeuge pro Jahr. Die Produktion läuft ganz im Sinne von Industrie 4.0. Auf diesem Gebiet ist auch MB Software und Systeme Experte.

Das bedeutet nicht, dass dort alles voll automatisiert funktioniert, sagt Dr.-Ing. Sommer, sondern jeder Produktionsschritt wird digital festgehalten. So entsteht eine digitale Fahrzeugakte, erklärt Dr.-Ing. Sommer. Dies dient auch dazu Nachweise über die Sicherheit führen zu können, denn selbst das Drehmoment jeder Schraube wird dokumentiert.

Neben dem großen Fahrspaß, den ein E-Auto mit sich bringt, ist der e.Go Life durchschnittlich auf 80 km Fahrleistung pro Tag ausgelegt – unabhängig von Sommer- oder Winterbedingungen. Die Ladezeiten befinden sich je nach Modell zwischen fünf und zehn Stunden.

WW Lab Gründertalk

v.l. Veranstalter Hartmut Lösch, Julia Thiem, Geschäftsbereichsleiterin von MB Software und Systeme und Gastredner Dr.-Ing. Martin Sommer von e.G0 Mobile

Keine eierlegende Wollmilchsau

Der e.Go Life sowie insgesamt die E-Autos sind keine eierlegende Wollmilchsauen, sagt Dr.-Ing. Martin Sommer. Das E-Auto ist vor allem das klassische Zweitauto, wo meist keine 10.000 Kilometer im Jahr gefahren werden. Für Leute, die lange Strecken fahren oder, die zur Miete wohnen und keinen Parkplatz vor der Haustüre mit Stromanschluss haben, ist das E-Auto bisher noch keine Option.

Die Herausforderungen

In New York beispielsweise kommt keiner auf die Idee in sein eigenes Auto zu steigen, sagt Dr.-Ing. Sommer. Mit der U-Bahn oder dem Taxi kommt man schneller an und die Parkplatzsuche bleibt ebenfalls erspart. Doch hier – gerade im ländlichen Raum – kommt man ohne Auto nicht weit. Und hat man schon das Auto angeschafft, fährt man auch in die Stadt rein. Park and Ride Parkplätze werden kaum angenommen, obwohl sie auf den ersten Blick attraktiv sind.

Man stellt kostengünstig sein Auto ab und fährt mit Bahn oder Bus weiter. Doch die Bequemlichkeit der Deutschen steht dem Mobilitätskonzept, das den Verkehr in den Städten entlasten soll, entgegen.

Hinzu kommt, dass es in vielen kleineren Städten gar keine U-Bahn gibt. Das liegt daran, dass man in Deutschland das Vertrauen in Großbauprojekte verloren hat, erklärt Dr.-Ing. Sommer. Daher bleibt es noch zukünftig eine Herausforderung gute Mobilitätskonzepte mit elektrifizierten Fahrzeugen zu gestalten. Einige Ideen dazu hat die e.Go Mobile AG jedoch schon. Prof. Dr. Schuh erklärte diese bereits beim Zukunftstag in Wissen, bei dem auch Geschäftsführer Markus Bläser auf dem Podium mit diskutierte.

Der Abend im WW Lab mit Dr.-Ing. Martin Sommer war interessant und zukunftsweisend. Wir sagen Danke!

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2018-10-11T17:23:20+00:0011.10.2018|