Mittlerweile hat das Thema Industrie 4.0 die deutschen Wohnzimmer in Form von Telekom Werbespots erreicht. Ist das nun der lang ersehnte und längst überfällige Durchbruch? Werden nun auch in Hintertupfingen alle Maschinen „intelligent“ miteinander interagieren? – Wohl eher nicht.

Die deutsche Industrie ist ein sehr konservatives Klientel. Die tollen Möglichkeiten, die diese Technologie(n) bieten reichen oft nicht aus um Entscheider zu überzeugen. Gerade in kleinen und mittelständigen Unternehmen stellt man oft die Frage nach dem return of invest oder nach der (Daten-) Sicherheit.

Diese und andere Vorbehalte muss man ernst nehmen und individuelle Antworten liefern. Eine Industrie 4.0 Vorzeige-Anlage in der VW-Produktion reicht dazu nicht aus. Vielmehr muss der Industrie 4.0 Werkzeugkasten ganz gezielt für den Kunden eingesetzt werden. Immer mit dem Ziel maximale Wertschöpfung und Qualität. So lassen sich auch KMU überzeugen.

Was uns wieder an den Anfang dieses Artikels bringt: Denn große Firmen, wie z.B. die Telekom, haben weder die Möglichkeiten noch den Wunsch auf „kleine“ Kunden/Projekte gezielt einzugehen. Woher nun eine gute Industrie 4.0 Lösung bekommen, wenn man kein Millionen-Budget zur Verfügung hat? Es müsste ein Unternehmen mit kleinen Strukturen sein, welches kostengünstig individuelle Lösungen anbieten kann. Technologisch müsste es einen starken Background im Bereich Softwaretechnologie/Web haben und gleichzeitig viel Erfahrung im Umgang mit Anwendungen für Industrieanlagen, sowie fundiertes Knowhow im Bereich IT-Sicherheit besitzen. Wenn man diese Kriterien ernsthaft anlegt, dann bleiben deutschlandweit nicht viele Unternehmen übrig. Wir sind stolz darauf, dabei zu sein.